Haartransplantation – meine Erfahrungen

Meine Erfahrungen mit einer Haartransplantation
Los ging es vor etwa 20 Jahren. Ich saß im Büro am Schreibtisch und fuhr mit mit den Händen durchs Haar. Was ich zwischen meinen Fingern erblickte, ließ mich fast erstarren. Haare, ganz viele Haare hatte ich in der Hand. Und um sicher zu gehen, dass es nur Zufall war, fuhr ich ein zweites Mal mit der Hand durch meine Haare. Scheiße, oh mein Gott – mir fallen die Haare aus. Zu diesem Zeitpunkt war ich Ende 20. Nee, Alter geht gar nicht. Angst stieg in mir auf. Warum? Keine Ahnung. Ein Platte war das Letzte was ich wollte. Die Freundin hatte vor kurzem die Beziehung beendet und mit ner Glatze, so meine Gedanken, war echt kein Blumentopf zu gewinnen. Außerdem wollte ich meine Haare behalten.
Ich musste plötzlich an meinen Mitbewohner während des Studiums denken. Eines Morgens schrie er plötzlich aus dem Bad „Oh mein Gott, ich bekomm ´ne Platte!“. Ist doch egal, dachte ich damals. Jetzt verstehe ich ihn.

Arztbesuch und Probecia

Erst mal ins Internet. Damals gab es noch nicht allzu viele Informationen. Aber mir war ganz schnell klar, ich war nicht alleine. In vielen Foren trauerten Männer über ihren Haarausfall. Und nett gemeinte Kommentare wie „Bruce Willis sieht auch cool aus“ oder „Schau dir mal Jason Statham an“. Ja, danke. So cool wie die beiden sehe ich halt nicht aus. Und helfen tut´s auch nicht. Also ab zum Hautarzt. Die Sprechstunde war – nun ja – ernüchternd. „Hat ihr Vater noch volles Haar?“ war die erste Frage vom Arzt. Ja, hat er. „Und der Vater ihrer Mutter – hatte er eine Glatze?“. Ja, hatte er. Nun ja, so mein Arzt: Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ganz klar, so seine Diagnose. Mit den Geheimratsecken geht’s los, dann Tonsur und so weiter. Scheiße! ich will meine Haare behalten – schoss es mir nur so durch den Kopf. Gibts denn gar nichts dagegen, war meine erste Frage an den Doc. Klar, meinte er. Es gebe ein gutes Medikament. Der Nachteil, ich muss es jeden Tag, mein Leben lang nehmen. Denn sobald ich es absetze, fallen die Haare wieder aus. Probecia heißt das Zaubermedikament mit dem Wirkstoff Finasterid. Es verhindert den Effekt des männlichen Hormons Testosteron auf die Haarwurzeln, wodurch der Haarausfall gestoppt wird und das Haar wieder wachsen kann. Der Doc meinte, dass bei einigen Männern die Haare auch wieder nachwachsen. Cool. Also her mit dem Zeug. Nicht ganz so schnell, meinte der Doc. Es gibt auch Nebenwirkungen. Klar, wie bei jedem Medikament. Was denn? Impotenz, so seine trockne Aussage. Äh, was? Ja, leider kommt es bei längerer Anwendung bei sehr wenigen Patienten zu dauerhaften Erektionsstörungen. Egal, dachte ich mir und ließ mir Probecia verschreiben. Ich erhielt eine Packung für ein halbes Jahr. So lange müsste ich es schon nehmen, bis ich etwas merke, meinte der Doc. Also schluckte ich jeden Tag eine Pille. Nach vier Monaten merkte ich tatsächlich einen Rückgang des Haarausfalls, ein Nachwachsen war aber nicht zu beobachten. Nach 6 Monaten, als die Packung geleert war, zog ich ein Fazit: Haare fallen nicht mehr aus – super. Impotenz nicht eingetreten – super. Scheiß teuer das Zug – Mist. und jetzt soll ich jeden Tag eine Pille nehmen? Nee, geht gar nicht. Also abgesetzt die Pille. Und was passierte? Nach ein bzw. zwei Wochen nahm das Schicksal seinen Lauf. Die Haar fielen weiter aus. Allerdings sehr langsam. Der Doc meinte, das hat mit Probecia nix zu tun, das sei meine Veranlagung. Und Recht hatte er behalten. Über die Jahre wuchsen die Geheimratsecken und die Tonsur wurde immer lichter. Aber es störte mich nicht weiter. 17 Jahre später, ich war nun Mitte 40, bildetet sich die erste Kahlstelle – meine Tonsur. Auch die Geheimratsecken verschmolzen ganz langsam. Das gefiel mir gar nicht. Es zu ignorieren war auch nicht einfach. Fing es an zu regnen, tropften die Regentropfen als erstes auf die Tonsur. Danke für die Erinnerung, dass ich eine Platte bekomme! Bei kaltem Wind merkte ich es zuerst – wo? Genau, an der Tonsur. Danke für.. ihr wisst schon. Brannte die Sonne vom Himmel, merkte ich es wo zuerst? Genau. Das Leiden ging wieder los.

Hier die wichtigsten Medikamente gegen Haarausfall ohne Rezept

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Regaine

Also noch einmal das Internet studieren und nach Medikamenten suchen. Regaine hieß das Zauberwort. Der Schaum wird von außen aufgetragen und soll wirklich helfen. Also gleich bestellt und auf die Tonsur. Es war ekelig. Mein Haut schuppte sich die ganze Zeit, sie war trocken und es sah sehr unschön aus. Und helfen tat es bei mir auch nicht. Also wieder abgesetzt.
Als ich in einem Ladengeschäft einkaufte, das mit Kameras und Monitoren ausgestattet war, und ich mich von hinten in einem dieser Monitore sehen konnte, kotzte ich innerlich im Strahl. Man sah das scheiße aus. Und nach dem Friseurbesuch, wenn die Friseurin den Hinterkopf im Spiegel zeigte, begann der Strahl wieder zu fließen.
Cool bleiben. Sind nur Haare. Männer mit Glatze sind attraktiv! Haben viel Testosteron und Potenz, heißt es. Ist mir scheißegal. ich will keine Glatze, hämmerte es mir durchs Gehirn. ich will meine Haare zurück!

Haartransplantation – meine Erfahrung

Also wieder ab ins Internet: Haartransplantation eingeben. Das war das einzige, was Sinn machte. Oder psychologische Aufbautherapie – daran hatte ich aber kein Interesse.
Man gab es dazu viele Webseiten. Auch die Methoden der Haartransplantation unterschieden sich: FUT oder FUE Methode. Bei FUT wird ein Haarstreifen herausgeschnitten und die Haare extrahiert und bei FUE werden die Haare einzeln entnommen. Soll ich mich jetzt wirklich einer Schönheitsoperation unterziehen? Wie ätzend ist das denn?
Reihe ich mich jetzt ein zwischen Botox, Schmollmund und großen Brüsten? Puh, bin ich so selbstverliebt? Nee, mit Selbstverliebtheit hat das nix zu tun. ich fühlte mich einfach nur unwohl, wenn ich in den Spiegel schaute. Ist es mir wirklich wichtig, was andere über mich denken, fragte ich mich immer wieder. Bin ich so eitel?
Nee, es ist mir total egal, was andere über mich denken und eitel bin ich genauso, wie jeder andere auch. Stylische Frisuren, coole Klamotten waren noch nie mein Ding. Ich bin eher Typ unauffällig, der ganz nett aussieht. Aber nix besonderes. Und so gingen weitere Jahre ins Land. Soll ich es machen, oder nicht? Soll ich? Ja? Nein? Immer wieder stellte ich mir diese Frage.  Aber beim Blick in den Spiegel…? Ich fasste den Entschluss.

Beratungstermin beim Schönheitschirurgen

Ok, Termin beim Schönheitschirurgen gemacht. Man, war ich aufgeregt. Sein Assistent führte die Beratung durch und war ganz lässig, erzählte aber nicht viel. Schaut nur kurz auf den Kopf. Die Beratung war insgesamt Mist, das wurde mir aber erst sehr viel später klar. Nur bei der Anzahl der Grafts, war er schnell: 3500-3800 Grafts sollten seiner Ansicht verpflanzt werden. Von der Tonsur über den Mittelscheitel bis zur den Geheimratsecken. Mit der FUE Methode: Dafür muss der Kopf komplett rasiert werden. Wie bitte? Genau das will ich doch nicht. Aber geht nicht anders. Die FUT Methode mache er nicht. Kosten: 8000 Euro! Verdammt. Ziemlich teuer.
Puh, so viel Geld für ein paar Haare. War es mir das wert? Weiß ich nicht. Ich verschob die Antwort. Es kam der Herbst mir Regen – ihr wisst schon. Dann der Winter mit kalter Luft – ihr wisst schon. Und dann holte ich mir eine zweite Meinung ein. Diesmal war es bei einer Schönheitschirurgin. Sie führte auch das Beratungsgespräch. Und mir wurde klar, das mein erster Besuch umprofessionell war. Sie erklärte mir alles – wo die Haare verpflanzt werden, wie, warum, wie die OP abläuft, was danach passiert, eben alles, was man wissen muss. Sie schaute sich den Haarkranz genau an, ob denn auch genügend Spenderhaare zu Verfügung stehen. Zeichnete auf der Kopfhaut den zu implantierenden Bereich ein und machte Fotos von meinen Haaren. Insgesamt sehr professionell. Ganz großartig! Auch als FUE, denn auch sie bot die FUT nicht an.
Nach 30 min verliess ich die Klinik. Ok, ich mache es. Bedingt durch Corona war ich im Homeoffice und so konnte ich die erste Zeit entspannt zu hause bleiben, so die Überlegung und dann gleich in den Urlaub für zwei Wochen, ohne nervige Fragen, warum ich denn jetzt eine Glatze habe…

Der Tag vor der OP

Die Wochen vergingen und je näher der Termin rückte, desto nervöser wurde ich. Zweifel kamen hoch. Soll ich noch zurücktreten. Haare abrasieren? Schönheitsoperation, ich? Oh man, ich wurde echt unsicher. Und dann war der Abend vor der OP. 3mm war die Ansage. Die Haare dürften für die OP nur 3mm lang sein. Oh Gott. Was hatte ich Schiss vor diesem Augenblick. Wie werde ich aussehen. Jetzt hatte ich einen Scheitel mit bis zu 15cm Haarlänge. Vom Freund besorgte ich mir einen Langhaarrasierer. Ich stellte mich in die Wanne und setzte an. Es dauerte keine fünf Minuten und ich sah aus, wie ich nie aussehen wollte. Haarlos!  Ja, ich sah, wie soll ich sagen, bedingt gut aus! Nix Bruce Willis oder Jason Statham. Obwohl ich einen 3-Tage Bart hatte. Aber es hatte auch was Gutes. Jetzt war mir klar, das die Haartransplantation die richtige Entscheidung war. Denn in ein paar Jahren würde ich genauso aussehen, wie jetzt – und das war nicht erstrebenswert.

Tag 1 – Haartransplantation – Erfahrung

Am nächsten Morgen um 7:30 war ich in der Klink. Ich wurde nett von den Assistentinnen begrüßt. Nach einer kurzen Einweisung war ich im OP und die Ärztin begrüßte mich ebenfalls und erklärte mir den Ablauf. Der Eingriff sollte insgesamt zwei Tage dauern. Jeweils von 8.00 bis ca. 13.00 Uhr, das wusste ich schon vorher.
Erst sollte die Tonsur und dann die Geheimratsecken transplantiert werden. Auf dem Foto vom Bereatungstermin zeigte sie mir meine Tonsur. Nicht nur auf die Tonsur selbst, sondern auch zwischen die Haare am Tonsurrand sollten die Haare verpflanzt werden, da ja nicht ganz klar ist, wie weit der Haarausfall fortgeschritten ist.
Und dann ging es los. Mir wurde eine „Beruhigungspille“, die mich müde macht, angeboten. Da ich mit dem Auto da war, lehnte ich dankend ab. Was ein kleiner Fehler war…
Zuerst wurden die restlichen Haare auf ca. 1,5 mm gekürzt. Oh Gott, wieder zwei Wochen länger, bis ich zur gewohnten Haarlänge zurückkehre. Musste aber sein, da die Grafts dann besser entfernt werden können.
 Ich legte mich bauchseits auf die Liege mit einem Guckloch und die örtliche Betäubung wurde am Haarkranz vorgenommen. Es pikste ein wenig, war aber harmlos. Schnell wirkte sie, und dann wurde auf der linken Seite gestanzt was das Zeug hält. 1545 Grafts (Single, Double und Multi-Grafts) wurden dem Haarkranz entnommen. Ab und zu wirkte an wenigen, kleinen Stellen die Betäubung nicht. War jetzt nicht so wild, aber nach einem kurzen Hinweis an die Ärztin, wurde wieder eine Betäubungsspritze gesetzt. Zwei Stunden später Pause. Ich war erleichtert. Ich konnte nicht mehr liegen und geschlafen habe ich auch nicht. Hätte ich aber, mit der „Beruhigungspille“ – wäre nicht schlecht gewesen. Die Grafts wurden gesäubert und dann ging es weiter. Nun legte ich mich auf den Rücken und die Löcher für die Grafts wurden auf der Tonsur gestanzt. Natürlich mit vorheriger Betäubung. Langsam konnte ich nicht mehr sitzen. Der Rücken schmerzte und ich wollte nur noch weg. Ich fühlte mich überhaupt nicht mehr wohl. Da war die Netflix-Sendung, die ich schaute, auch völlig egal. Nach dem Stanzen der Löcher folgte die Transplantation. Um meinen Kopf saßen plötzlich abwechselnd drei bis vier Damen, die eifrig die 1545 Grafts einsetzten und ständig meinen Kopf mit NaCl (Kochsalzlösung) besprühten. Das werde ich nicht vergessen. Die Betäubung lies ganz langsam nach. Wenn gesprüht wurde, brannte es ein wenig. Ich schwieg und ertrug den Schmerz, was natürlich total albern war, denn die Ärztin hätte mir sofort eine weitere Betäubung verpasst – als ich ihr anschließend davon erzählte. Wer schön sein will muss leiden, schoss es mir durch den Kopf. Und ich nahm den Schmerz hin, vielleicht auch als Strafe für meine Eitelkeit oder weshalb auch immer….Viellicht auch deshalb, weil mir während der OP sehr viele Zweifel kamen. Was mache ich hier? Schoss es mir immer wieder durch den Kopf. Warum machst Du das? Warum tust du dir das an?

Und es dauerte und sitzen konnte ich nicht mehr und mein Rücken schmerzte. Hätte ich doch die Pille genommen, fuhr es mir wieder durch den Kopf. Dann endlich der befreiende Ausruf. Fertig! Die Ärztin kontrollierte nochmals alle Grafts sorgsam und anschließend folgte die Verhaltenseinweisung für den Tag. Nicht berühren, nicht waschen, einfach in Ruhe lassen. Schlafen wie immer, nur nicht mit der Tonsur an die Wand kommen. Für das Kopfkissen bekam ich einen Überzug, falls es bluten sollte. Außerdem prophylaktisch zwei Paracetamol und Tabletten gegen Entzündungen. Der erste Blick in Spiegel war gewöhnungsbedürftig. Da, wo es vorher kahl war, waren nun kleine rote, blutige-weiße Punkte – die Grafts. Die Kopfhaut war angeschwollen, da NaCl-Lösung untergespritzt wurde. Und die Entnahmestelle am Haarkranz war mit einem Verband verbunden. Um 13.00 Uhr verließ ich die Klinik und lief durch die Einkaufsstraße – mit Cappy versteht sich. Schmerzen hatte ich zum Glück keine. Blöd kam ich mir vor, als ich an zwei Obdachlosen vorbeilief…

Zuhause lies die Narkose nach. Ich spürte eigentlich keine Schmerzen. Nur die Schwellung war da, aber nicht schmerzhaft, eher ein wenig unangenehm. Ich konnte sogar auf dem Hinterkopf schlafen, ohne Schmerzen.

Tag 2 – Haartransplantation – Erfahrung

Am nächsten morgen das ganze von vorn. Jetzt waren die Geheimratsecken dran. Gemeinsam wurde die Haarlinie gezeichnet und festgelegt, wie tief die Ecken werden sollen. Nun aber mit Beruhigungspille. Ich war bis auf die letzte Stunde total schläfrig und entspannt. Keine Schmerzen, nix. Nur in der letzten Stunde, als ich wieder bei Sinnen war, merkte ich die schwindende Betäubung, aber es war mir egal. Ihr wisst schon. Um Punkt 13.00 Uhr war ich fertig. Die Geheimratsecken und der zweite Teil des Mittelscheitels waren aufgefüllt. Der Blick in den Spiegel war trotz roter-krustiger weißer Grafts ermutigend. Ich sah meine neuen Haare und aus der Kurzhaarfrisur mit Glatzenteilen wurde eine komplette Kurzhaarfrisur ohne Glatze. Das sah gleich viel besser aus.
Die neuen Haare bleiben aber nur 3-4 Wochen und fallen dann wieder aus. Nach ca. 4 Monaten sollen sie dann anfangen zu wachsen und nach einem Jahr soll das Ergebnis zu sehen sein. Geduld ist jetzt angesagt.

Nun folgten die Anweisungen: Den Verband nach 24 Std. lösen. Stündlich die implantierten Haare mit NaCl-Lösung besprühen – ich erhielt dafür einen Zerstäuber, waschen erst nach zwei Tagen und dann auch nur mit einem Becher vorsichtig über die Kopfhaut schütten. Regelmäßig die Schwellung mit Kühlpacks kühlen, nicht anfassen und Cappy vorsichtig auf- und absetzen. Möglichst nicht die neuen Haare berühren. Mit diesen Anweisungen fuhr ich nach Hause, wieder an den Obdachlosen vorbei, mit blödem Gefühl.
Schmerzen hatte ich keine mehr.
Am nächsten Tag rief die Ärztin an, frage wie es mir geht und wiederholte die Anweisungen. Mir geht es gut. In ein paar Tagen gehe ich zur Nachuntersuchung…
Die Schwellungen im Bereich der Haarentnahme blieben noch einige Tage. Daher sollte ihr euch mind. eine Woche nach der OP frei nehmen oder gleich in den Urlaub fahren.

Ich fühle mich sehr wohl und bin froh, dass ich die Transplantation gemacht habe. Ob sie den Erfolg bringen wird, wird sich erst im Juni 2022 zeigen. Das einzige, was wirklich blöd ist, ist die Kurzhaarfrisur. Ich werde mich wohl ständig erklären müssen, wieso ich meine Haare abrasiert habe. Von daher als Tipp an Euch: Wenn ihr noch lange Haare habt, rasiert sie euch eine Woche vorher ab, damit die Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannte – alle jenen, denen ihr nicht aufs Auge drücken wollt, dass ihr eine Haartransplantation vorhabt, erzählen könnt, „ich wollte mal wissen, wie ich mit Glatze aussehe…“. Das versteht jeder.

 

Nach 3 Wochen:

Der Schorf ist nach zwei Wochen komplett abgefallen. Die ersten Haare sind auch schon ausgefallen. Jetzt nach drei Wochen fallen die Haare wieder aus – was normal ist – die Kopfhaut nimmt langsam wieder ihre natürliche Farbe an (sie war vorher gerötet), die Entnahmestellen ziehen noch ein bisschen, tun aber nicht mehr richtig weh.

Fazit – Haartransplantation – Erfahrung

Warum ich diesen Artikel geschrieben habe? Weil ich denke, dass es für die persönliche Entscheidung sehr hilfreich sein kann, meine Erfahrung zu lesen. Denn ich brauchte vom Gedanken zur Haartransplantation bis zur Umsetzung vier Jahre…..
Alles Gute, für was ihr euch auch entscheidet.

Tobias Gorning, Juni 2021

Amerkung von apotheken-online.org: Wenn Ihr Fragen an Tobi habt, dann schreibt bitte an info@apotheken-online.org – wir geben die Fragen weiter und werden die Antworten hier veröffentlichen.

 

Hier ein paar gestellte Fragen:

Bei wem wurde die Haartransplantation durchgeführt und in welcher Stadt?
Das wird im Juni 2022 bekannt gegeben, wenn sicher ist, dass die Transplantation erfolgreich war.

Wie schmerzhaft ist eine Haartransplantation?
Eine Haartransplantation ist nicht schmerzhaft. Nach der OP, als die Betäubung nachließ, hatte ich keine Schmerzen.

Wie lange hält das Haar bei einer Transplantation?
Die verpflanzten Haare sind dauerhaft. Sie fallen nicht mehr aus, wenn sie erfolgreich angewachsen sind. Das Haar hält somit für immer.

Können transplantierte Haare wieder ausfallen?
Nach der OP fallen die Haare nach ca. 3-5 Wochen wieder aus. Wenn sie gut angewachsen sind, beginnen sie nach 4-5 Monaten wieder mit dem Wachstum und sind dauerhaft.

Sind Haartransplantationen erfolgreich?
Ja, Haartransplantationen sind erfolgreich, wenn sie fachmännisch durchführt werden. Da es sich um Eigenhaar hält, stößt der Körper sie auch nicht ab.

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