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Schwere Schlaflosigkeit – Medikamente insomnia

Schwere Schlaflosigkeit ist eine Form der Schlafstörung, bei der eine Person über einen längeren Zeitraum hinweg Schwierigkeiten hat, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Dies kann zu Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsveränderungen und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Es gibt verschiedene Ursachen für schwere Schlaflosigkeit, wie beispielsweise Stress, Angst, Schmerzen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Behandlungen gegen die schwere Schlaflosigkeit können Verhaltenstherapie, Schlafhygiene, Medikamente und andere Ansätze umfassen. Es ist wichtig, sich von einem Arzt oder Schlafspezialisten untersuchen zu lassen, um die Ursache der Schlaflosigkeit zu ermitteln und eine angemessene Behandlung zu erhalten.

Behandlung von schwerer Schlaflosigkeit

Die Behandlung von Schlaflosigkeit hängt in erster Linie von der Ursache ab. In vielen Fällen kann die Behandlung durch Änderungen des Lebensstils und der Schlafhygiene verbessert werden.

Hier erhalten Sie Medikamente gegen Schwere Schlaflosigkeit ohne Rezept

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Zopiclon, Circadin, Hoggar Night u.a.
mit und ohne Rezept
ja, nach ärztlichen Online-Konsultation wird das Rezept ausgestellt

Einige Behandlungsoptionen umfassen:

  • Verhaltenstherapie: Dies beinhaltet Techniken wie Progressive Muskelentspannung, Atemübungen, Entspannungstraining und Stimulus-Kontrolle-Therapie, die helfen können, Angst und Stress zu reduzieren und die Einschlafroutine zu verbessern.
  • Schlafhygiene: Dies beinhaltet die Einhaltung bestimmter Regeln, wie z.B. eine feste Schlafenszeit, das Vermeiden von Stimulanzien wie Koffein und Alkohol vor dem Schlafengehen, und das Vermeiden von langen Nickerchen tagsüber.
  • Medikamente: Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt werden können, wie z.B. Melatonin, Z-Drugs, und Benzodiazepine. Die Medikamente sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, da sie in der Regel Nebenwirkungen aufweisen.
  • Alternative Ansätze: Es gibt auch andere Ansätze, die helfen können, wie z.B. Akupunktur, Yoga und Entspannungstraining.

Bitte kontaktieren Sei einen Arzt oder Schlafspezialisten, um die Ursache der Schlaflosigkeit zu ermitteln, um eine angemessene Behandlung zu erhalten.

Folgen einer schweren Schlaflosigkeit

Langanhaltende Schlaflosigkeit kann eine Reihe von gesundheitlichen Risiken verursachen, darunter:

  • Erschöpfung und Müdigkeit: Schlaflosigkeit kann zu Erschöpfung und Müdigkeit führen, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und das Risiko von Unfällen erhöhen kann.
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme: Schlaflosigkeit kann die Konzentration und das Gedächtnis beeinträchtigen und kann das Lernen und die Leistung beeinträchtigen.
  • Stimmungsveränderungen: Schlaflosigkeit kann zu Angst, Depressionen und anderen Stimmungsproblemen führen.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Schlaflosigkeit kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, wie z.B. Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Diabetes: Schlaflosigkeit kann das Risiko von Diabetes erhöhen, da es den Blutzuckerspiegel beeinträchtigen kann.
  • Gewichtszunahme: Schlaflosigkeit kann das Risiko von Gewichtszunahme erhöhen, da es die Hormonregulation beeinträchtigen kann und das Hungergefühl beeinflussen kann.

Medikamente gegen Schlaflosigkeit

Zopiclon ist ein Medikament, das zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der sogenannten Z-Hypnotika, die ähnlich wie Benzodiazepine wirken, aber eine geringere Wirkung auf die Muskelentspannung haben. Zopiclon wirkt durch die Erhöhung der GABA-A-Rezeptor-Aktivität im Gehirn, was zu einer Beruhigung der Nervenzellen führt und somit das Einschlafen erleichtert. Zopiclon sollte nur kurzfristig verwendet werden, da längerer Gebrauch das Risiko von Abhängigkeit und Entzugssymptomen erhöht.
Vor der Einnahme kontaktieren Sie einen Arzt oder Apotheker.

Alternative Ibuprofen Saft – IBUFLAM

Kinderschmerzmittel Ibuprofen Saft

Der beliebte Ibuprofen Saft – auch Fiebersaft genannt – ist aufgrund von Produktionsengpässen aktuell (07.11.2022) nicht mehr in der Apotheke verfügbar. Auch Versandapotheken bieten aktuell kein Fiebersaft mehr an. Dies zeichnete sich schon Anfang des Jahres 2022 ab, da zwei Hersteller die Produktion komplett und dauerhaft eingestellt haben. Die hohen Energiepreise machten die Produktion nicht mehr lukrativ.
Alternative zum Saft sind Zäpfchen und Tabletten, die aber insbesondere Kleinkindern nicht immer mögen.
Daher gilt es nun, eine Alternative zum Ibuprofen-Fiebersaft zu suchen.

Alternative Ibuprofen Saft

Eine gute Alternative zum Ibuprofen Saft ist der Saft IBUFLAM von Zentiva, der noch in den Apotheken erhältlich ist. Folgende Apotheken bieten den IBUFLAM Fiebersaft für Kinder noch an:

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Darreichung von Tabletten:

Wenn es nur noch Tablette von Ibuprofen oder anderen fiebersenkenden Medikamenten gibt  – hier ein Tipp zur Darreichung:
Tabletten lassen sich auf einem Löffel entweder als Ganzes oder gebröselt mit etwas Leckerem – z.B. Brei, Joghurt oder Apfelmus oder Flüssigkeit verabreichen. Wichtig dabei ist, dass die Kinder wirklich alles trinken bzw. essen.

 

Anwendung Ibuflam Saft

Leichte bis mäßig starke Schmerzen, wie:
Kopfschmerzen
Zahnschmerzen
Regelschmerzen
Fieber

Der Wirkstoff gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen Entzündungen wirken und Fieber senken können. Alle drei Wirkungen beruhen vor allem auf der Hemmung eines körpereigenen Stoffes, genannt Prostaglandin. Dieser Stoff muss als Botenstoff vorhanden sein, damit Schmerz empfunden, Entzündungsreaktionen gestartet oder die Körpertemperatur angehoben werden kann.

Waldbaden – gut für das Immunsystem

Die Waldgesundheits-Expertin und Autorin Dr. Melanie H. Adamek hat in einem eigenen Waldbaden-Experiment die Auswirkungen des Shinrin Yoku auf die Immunabwehr nachvollzogen.

 

Im-Wald-Sein wirkt sich positiv auf unser Immunsystem aus, das ist bekannt. Die signifikanten gesundheitsfördernden Effekte des Waldbadens wurden von namhaften Wissenschaftlern untersucht und nachgewiesen. „Eine der positiven Wirkungen des Shinrin Yoku ist, dass durch den gut angeleiteten Aufenthalt im Wald – und das schon beim ersten Waldbaden – die Anzahl und Aktivität unserer NK-Zellen, also der Natürlichen Killerzellen unserer Immunabwehr, um mehr als 30 Prozent ansteigen können!“, betont Dr. Melanie H. Adamek, die über das Thema intensiv recherchiert, ein umfassendes Kompendium zusammengestellt und die Gesundheitseffekte in einem eigenen Experiment untersucht hat. Ihre Empfehlung lautet: „Aktivieren Sie Ihren inneren Arzt. Nutzen Sie die enormen Heilkräfte des Waldes, gerade in Zeiten einer Virus-Pandemie.“

Waldbaden Experiment

Von den Recherchen zu ihrem Buch stark inspiriert (IM WALD SEIN | Entdeckung eines Präventionskonzepts), hat Melanie Adamek die Wirkung des Waldes mit einer Gruppe von 12 Personen getestet.

Das Waldbaden-Experiment wurde in Fuzine, Kroatien, mit drei Tagen im Wald durchgeführt und in Aufbau und Konzeption an die vorliegenden wissenschaftlichen Studien von Prof. Dr. Qing Li von der Nippon Medical School Tokio angelehnt. Er ist der Urvater des Shinrin Yoku, wie das Waldbaden oder Im-Wald-Sein in Japan genannt wird. Aufgrund der Studien von Prof. Li, die er Dr. Adamek bereitwillig zur Verfügung gestellt hat, stellte sich ihr die Frage, ob und wie sich diese großartigen Ergebnisse auch bei ganz normalen Menschen in ganz normalen Wäldern erzielen lassen.

Das Im-Wald-Sein Experiment

Obwohl die gesamte Gruppe schon mit sehr guter und gesunder Aktivität der Killerzellen in das Experiment gestartet ist, konnte diese noch weiter gesteigert werden. Die Ausgangsmessung wurde drei Tage vor dem Start durchgeführt. Die zweite Messung am 14. Tag nach der ersten Blutabnahme, also elf Tage nach Beginn des Experiments, ergab eine Steigerung von fast 21 Prozent! Die Aktivierbarkeit der NK-Zellen durch eine Interleukin-2 Stimulation stieg um 16,4 Prozent.

Die Messung der NK-Zell-Aktivität* wurde von Fachleuten begleitet und interpretiert. Dabei spielte auch Prof. Dr. Daniel Rukavina eine wichtige Rolle, der auf dem Gebiet der NK-Zellen geforscht und wichtige Forschungsarbeiten veröffentlicht hat. Erstaunlich war für die Experten der deutliche Effekt, da die Gruppe schon mit sehr hohen (guten) Werten gestartet war. Also selbst bei Menschen mit einer guten Immunfunktion können die NK-Zellen noch weiter aktiviert werden.

Ein direkter Vergleich mit den Studien von Prof. Li sei zwar nicht möglich, so Prof. Rukavina, aber darauf käme es auch nicht an, die Studie weise doch eindeutig in die gleiche Richtung. Zur Frage, warum das Waldbaden solche Effekte auf das Immunsystem habe, stellen Prof. Li und seine Kollegen in ihren Forschungen die Hypothese auf, dass Waldbaden auf zwei Wirkungswegen die Immunzellen stärke. Einmal wirke es direkt wie eine natürliche Aromatherapie, bei der die Aktivität der NK-Zellen durch die in der Waldluft enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe unmittelbar angekurbelt würde. Und einmal indirekt, weil die Waldumgebung mit ihrer speziellen Atmosphäre messbare entspannungsförderliche Wirkungen haben kann. Da unser Immunsystem von psychologischen Faktoren stark beeinflusst wird, kommt aus Sicht von Prof. Rukavina dieser zweiten Komponente sogar eine noch bedeutendere Rolle zu.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse von Prof. Dr. Qing Li

Prof. Li hat verschiedene wissenschaftliche Studien zu Anzahl und Aktivität der NK-Zellen für die Nippon Medical School Tokio durchgeführt. Obwohl er jeweils nur kleine Gruppen (12 bis 13 Personen) gebildet hatte, sind die Ergebnisse doch repräsentativ, denn sie ließen sich in den verschiedenen Gruppen und unterschiedlichen Versuchssituationen jeweils reproduzieren. Er konnte nachweisen, dass sich sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Probanden die Anzahl und auch die Aktivität der NK-Zellen steigern ließen.

Ein Plus von 30 bis 50 Prozent scheint möglich

In drei Gruppen, die für drei Tage im Wald waren (Männer und Frauen) wurden Steigerungen bei der Anzahl der NK-Zellen um 30 Prozent am ersten Tag, um bis zu 50 Prozent am zweiten Tag und selbst nach sieben Tagen, also nach Abschluss des Shinrin Yoku, noch um 20 bis 30 Prozent gemessen. Bei der Aktivität der NK-Zellen waren die Ergebnisse noch beeindruckender: Am ersten Tag lagen die Verbesserungen zwischen 27 und 43 Prozent, am zweiten Tag zwischen 38 und 53 Prozent und nach sieben Tagen noch immer bei 33 bis 43 Prozent.

Mit einer Referenzgruppe wurden die Ergebnisse bei einem Aufenthalt von nur einem Tag im Wald überprüft: Am Tag nach dem Waldbaden lag die Anzahl der NK-Zellen ebenfalls um 22 Prozent höher, am siebten Tag danach noch immer bei einem Plus von 21 Prozent. Die Aktivität der Killerzellen konnte mit einem einzelnen Waldbaden-Tag sogar um 42 Prozent gesteigert werden und nach sieben Tagen waren die NK-Zellen noch immer um fast 36 Prozent aktiver.

 

*Was sind NK-Zellen und wie funktioniert die Immunabwehr?
Ein kleiner Ausflug ins zelluläre Immunsystem des Menschen…

Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind unsere wohl wichtigsten körpereigenen Immunzellen, die Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen erkennen, wichtige Botenstoffe bilden und schädliche Zellen abtöten können. Sie sind die erste Verteidigungslinie unseres zellulären Immunsystems im Kampf gegen virusbefallene und entartete Zellen unseres Körpers. Sie bilden sich bereits im Mutterleib und sind faszinierende Generalisten: sie benötigen keinerlei Prägung, um einsatzbereit zu sein. NK-Zellen sind immer zur Stelle, wenn und solange keine Spezialisten (gezielte Antikörper) zur Verfügung stehen. NK-Zellen sind ständig auf Patrouille und tasten unsere Köperzellen ab, um festzustellen, wer Freund und wer Feind ist. NK-Zellen müssen sehr schlau sein, denn Viren sind ebenfalls sehr schlau und tarnen sich hervorragend. Viren befallen unsere Körperzellen, indem sie sich in „gute“ Zellen einschleichen und diese möglichst unbemerkt, gleichsam unter einer Tarnkappe, in „böse“ umprogrammieren. Identifizieren die natürlichen Killerzellen Körperzellen aber als Feind, so starten sie in Zusammenarbeit mit Hilfs- und Botenstoffen wie etwa Perforin ein Todesprogramm, das im programmierten Zelltod der Zielzelle endet.

Prof. Dr. Daniel Rukavina erklärt es etwas genauer: Vereinfacht gesagt ist es so, dass die Natürliche Killerzelle bei der virusinfizierten Zelle den programmierten Zelltod auslöst, indem sie einen Cocktail aus Perforin, verschiedenen Granzymen und Granulysin in die Zellmembran der Zielzelle ausschüttet. Am Ende wird die Zielzelle verdaut. Gleichzeitig schütten NK-Zellen nach ihrer Aktivierung bestimmte Zytokine, vor allem Gamma-Interferon, aus und modulieren damit die weitergehende Immunantwort.

Für unsere Gesundheit ist es also enorm wichtig, dass wir über eine ausreichende Anzahl „fleißiger“ (reifer und aktiver) NK-Zellen verfügen. Komplementäre Immuntherapien setzen gezielt Mittel ein, um die Anzahl und Aktivität der NK-Zellen positiv zu beeinflussen. Prof. Dr. Qing Lis Studien zeigten, dass Waldaufenthalte in Form des Shinrin Yoku erstaunlich positive und nachhaltige Effekte auf die Anzahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen mitsamt Hilfs- und Botenstoffen haben (s.o.).

Dr. Melanie H. Adamek hat mit ihrem Praxistest die Brücke zur Praxis geschlagen und die Effekte des kompetent angeleiteten Waldaufenthalts für uns alle nachvollziehbar gemacht. Mit ihrer Vision „Mehr Natur auch in der Medizin“ geht sie aber noch einen Schritt weiter und gibt uns ein probates Mittel an die Hand, um sofort den inneren Arzt in uns zu aktivieren.

Quelle: Presseportal: 2020

Kinderlähmung in Afrika ausgerottet

Quelle: Pixabay


Die Impfung gegen Kinderlähmung hat Millionen von Krankheitsfällen verhindert. Nun ist der Wildtyp des Polio-Virus auf dem afrikanischen Kontinent besiegt. Das ist der Verdienst einer langjährigen kontinuierlichen Impf-Kampagne. Das sind gute Nachrichten!

Polio: Tückisches Polio Virus – Kinderlähmung

Die als Kinderlähmung bekannte Viruserkrankung Polio betrifft vor allem Kinder. Einmal im Körper greift das Virus das Nervensystem an und führt zu bleibenden Lähmungen der Arme und Beine. Das Polio-Virus kann aber auch die Atemmuskulatur angreifen und zum Tod führen. Da die Kinderlähmung durch Viren verursacht wird, hilft hier kein Antibiotikum. Die Krankheit kann nur symptomatisch behandelt werden. Einen wirksamen Schutz vor der Kinderlähmung bietet allein die Schutzimpfung.

Ab den 1930er Jahren begannen Virologen, intensiv an einem Impfstoff zu forschen. Kurz nach dem ersten Routineeinsatz kam es in den USA in den 1950er Jahren zu einem Zwischenfall, bei dem es aufgrund von nichtinaktivierten Polioviren im Impfstoff zu fünf Todesfällen kam. Doch die Geschichte endet nicht hier.

Weltweiter Durchbruch durch die Schluckimpfung

Ab den 1960er Jahren kam es mit einem oralen Impfstoff in Form einer Schluckimpfung zum Durchbruch. Die Anwendung wurde einfacher und ermöglicht bis heute den Einsatz insbesondere auch in strukturell schwächeren Ländern. Richtig angewendet bietet die Impfung einen fast lebenslangen Immunschutz. Millionen von Menschen – darunter vor allem Kinder – wurden so vor den Folgen der Krankheit bewahrt.

1988 beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Virus weltweit auszurotten. Dies ist nun auch in Afrika gelungen. Der Wildtyp des Virus ist dort besiegt. Noch immer kämpfen insbesondere Pakistan und Afghanistan gegen Polio. Doch auch hier gibt es Hoffnung: In zwei bis drei Jahren sollen auch diese Länder poliofrei sein. Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten!

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