Kinderlähmung in Afrika ausgerottet

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Die Impfung gegen Kinderlähmung hat Millionen von Krankheitsfällen verhindert. Nun ist der Wildtyp des Polio-Virus auf dem afrikanischen Kontinent besiegt. Das ist der Verdienst einer langjährigen kontinuierlichen Impf-Kampagne. Das sind gute Nachrichten!

Polio: Tückisches Polio Virus – Kinderlähmung

Die als Kinderlähmung bekannte Viruserkrankung Polio betrifft vor allem Kinder. Einmal im Körper greift das Virus das Nervensystem an und führt zu bleibenden Lähmungen der Arme und Beine. Das Polio-Virus kann aber auch die Atemmuskulatur angreifen und zum Tod führen. Da die Kinderlähmung durch Viren verursacht wird, hilft hier kein Antibiotikum. Die Krankheit kann nur symptomatisch behandelt werden. Einen wirksamen Schutz vor der Kinderlähmung bietet allein die Schutzimpfung.

Ab den 1930er Jahren begannen Virologen, intensiv an einem Impfstoff zu forschen. Kurz nach dem ersten Routineeinsatz kam es in den USA in den 1950er Jahren zu einem Zwischenfall, bei dem es aufgrund von nichtinaktivierten Polioviren im Impfstoff zu fünf Todesfällen kam. Doch die Geschichte endet nicht hier.

Weltweiter Durchbruch durch die Schluckimpfung

Ab den 1960er Jahren kam es mit einem oralen Impfstoff in Form einer Schluckimpfung zum Durchbruch. Die Anwendung wurde einfacher und ermöglicht bis heute den Einsatz insbesondere auch in strukturell schwächeren Ländern. Richtig angewendet bietet die Impfung einen fast lebenslangen Immunschutz. Millionen von Menschen – darunter vor allem Kinder – wurden so vor den Folgen der Krankheit bewahrt.

1988 beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Virus weltweit auszurotten. Dies ist nun auch in Afrika gelungen. Der Wildtyp des Virus ist dort besiegt. Noch immer kämpfen insbesondere Pakistan und Afghanistan gegen Polio. Doch auch hier gibt es Hoffnung: In zwei bis drei Jahren sollen auch diese Länder poliofrei sein. Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten!