Sonnenbrand – Schutz – Spätfolgen

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 10.0/10 (1 vote cast)

Die meisten Menschen genießen das schöne Wetter im Sommer. Sonne und Wärme steigern das Wohlbefinden und die Stimmung. Das UV-Licht der Sonne regt die Produktion von Vitamin D an, welches wichtig ist z.B. für unsere Knochenstabilität. Doch ein Zuviel an Sonne kann auch Gefahren, wie Sonnenallergie oder Sonnenbrand mit sich bringen.

Sonnenbrand, Sonnenallergie und Sonnenstich

Bei einer Sonnenallergie (auch Mallorca-Akne) treten nach einigen Stunden oder Tagen auf der Haut stark juckende Rötungen und/oder rote Flecken, Quaddeln, Bläschen, Knötchen auf.
Der Sonnenbrand zeigt nach wenigen Stunden eine starke Rötung und Schmerzen der betroffenen Hautpartien, gegebenenfalls mit Schwellung und Juckreiz. Es handelt sich dabei bereits um eine Verbrennung I. Grades. Bilden sich Blasen, besteht eine Verbrennung II. Grades.
Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber deuten auf einen “Sonnenstich” hin.
Für das Entstehen einer Sonnenallergie sind meist UV-A-Strahlen der Sonne verantwortlich, während ein Sonnenbrand größtenteils durch UV-B-Strahlen verursacht wird. Dabei ist das Ausmaß der Hautreaktionen abhängig vom Hauttyp, die jeweils unterschiedlich empfindlich sind gegenüber Dauer und Intensität des Sonnenlichts. Auch freie Radikale sind beteiligt am Entstehen von Hautschäden.

Die unterschiedlichen Hauttypen

Man unterscheidet vier grundsätzliche Hauttypen:

Typ I: Dieser Hauttyp spricht für Menschen mit hellem Teint, rotblondem Haar sowie hellen Augen. Der Eigenschutz ihrer Haut beträgt lediglich drei bis zehn Minuten pro Tag. Menschen diesen Hauttyps erfahren immer einen Sonnenbrand sobald sie sich der Sonnenbestrahlung aussetzen und niemals eine Bräunung.

Typ II: Menschen mit hellem Teint, blondem Haar und hellen Augen besitzen diesen Hauttyp. Der Eigenschutz der Haut beträgt zehn bis zwanzig Minuten pro Tag. Auch sie bekommen fast immer einen Sonnenbrand und nur eine leichte Bräunung.

Typ III: Diesen Hauttyp haben Menschen mit mittlerem Teint, braunem Haar und hellen oder dunklen Augen. Die Eigenschutzzeit der Haut liegt bei 20 bis 30 Minuten pro Tag. Sie bekommen manchmal einen Sonnenbrand, aber immer eine Bräunung.

Typ IV: Dunkler Teint, dunkelbraunes bis schwarzes Haar sowie dunkle Augen bestehen bei Menschen mit diesem Hauttyp. Der Eigenschutz der Haut beträgt 45 Minuten pro Tag. Sie kennen kaum einen Sonnenbrand und immer eine gute Bräunung.

Schutz vor Sonnenbrand
Sehr wichtig ist es, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen und diese zunächst kleineren Sonnenbädern auszusetzen, die schrittweise verlängert werden können. Ein heißer Sommertag bietet zwar in der Zeit zwischen 16.00 und 17.00 Uhr die heißesten Temperaturen, dennoch ist am stärksten mit Sonnenbrand in der Zeit zwischen 11.00 und 15.00 Uhr zu rechnen, was allerdings nicht bedeutet, an anderen Zeiten vor Sonnenbrand sicher sein zu können. Die Intensität der Sonne ist am Meer und im Hochgebirge besonders hoch. Bemerkenswert ist, dass Sonnenstrahlen auch im Schatten oder bei bewölktem Himmel auf die Hautoberfläche treffen können.

Sonnencreme
Vor einem geplanten Aufenthalt in der Natur und speziell in der Sonne sollte die Haut immer bereits eine halbe Stunde vorher mit einem geeigneten Sonnenschutzmittel in Creme-, Lotion- oder Sprayform, welches sowohl vor UV-B- als auch möglichst vor UV-A-Strahlen schützt, versorgt werden. Für Menschen mit sensibler Haut empfehlen sich fettfreie Gele ohne Emulgatoren, da diese für die Entstehung der Mallorca-Akne verantwortlich gemacht werden. Eine noch blasse Haut benötigt zunächst einen höheren Lichtschutzfaktor, als eine bereits vorgebräunte. Zu beachten ist auch: Einige Medikamente können die Empfindlichkeit gegenüber der Sonne erhöhen, deshalb sollten bei der Einnahme die entsprechenden Hinweise in der Packungsbeilage unbedingt beachtet werden.
Wichtig ist es, ein Präparat mit einem dem Hauttyp entsprechenden Lichtschutzfaktor zu wählen. Der Lichtschutzfaktor bezieht sich auf die Aufenthaltsdauer in der Sonne. Ein Beispiel: Der Eigenschutz der Haut beträgt etwa zwanzig Minuten. Nach diesen zwanzig Minuten sollte man entweder das Sonnenbad beenden oder kann es beispielsweise mit Lichtschutzfaktor 5 um das fünffache verlängern und somit 100 Minuten in der Sonne bleiben.
Sonnenschutzmittel gehen durch Baden, Schwitzen oder Abtrocknen verloren und müssen immer wieder erneuert werden, damit der Sonnenschutz erhalten bleibt. Lichtschutzfaktor und damit Aufenthaltsdauer in der Sonne werden dadurch allerdings nicht gesteigert.
Nach dem Sonnenbad empfehlen sich After-Sun-Produkte mit hautberuhigenden und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen, wie Panthenol oder Bisabolol.
Bei einem ausgedehnten Sonnenbad kommt es oft zu Schweißausbrüchen. Diese Wasserverluste müssen durch viel trinken ausgeglichen werden.

Schutz von Kindern

Säuglinge und Kleinkinder vertragen die direkte Sonnenbestrahlung weder auf der Haut noch in den Augen und müssen deshalb besonders geschützt werden. Das bedeutet, leichte Kleidung auch im Sommer zu tragen. Die Augen schützt man beispielsweise durch eine Sonnenbrille oder ein Mützchen mit Schirm. Zusätzlichen Schutz bietet ein Sonnenschirm.

Behandlungsmöglichkeiten von Sonnenbrand
Möglichen Schäden durch eine Sonnenallergie kann durch konsequenten Hautschutz durch Zufuhr von Calcium und den Radikalfängern Beta-Carotin, Vitamin E und Vitamin C in Form von beispielsweise Brausetabletten aus der Apotheke schon lange vor der ersten Sonnenbestrahlung vorgebeugt werden. Die Einnahme sollte spätestens zwei Wochen vor dem ersten Sonnenbad begonnen und während der gesamten Sommersaison fortgesetzt werden.
Sind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Sonnenallergie oder Sonnenbrand eingetreten, helfen kühlende Umschläge. Cremes oder Geles mit Wirkstoffen, wie Hydrocortison oder Dimetinden lindern den Juckreiz, Schmerzmittel, wie z.B. Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen die Schmerzen. Bis zum vollständigen Abklingen muss die Haut unbedingt durch Kleidung vor der Sonne geschützt werden.
Bei Verbrennungen, die mehr als zehn bis fünfzehn Prozent der Hautoberfläche betreffen und Verbrennungen II. Grades sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, welcher über die weitere Behandlung entscheiden wird.

Spätfolgen eines Sonnenbrandes
Sonnenallergie und Sonnenbrand sind die unmittelbaren Folgen eines zu ausgedehntenn Sonnenbades. Aber die Haut vergisst nichts. Zu viel Sonne lässt die Haut vorzeitig altern. Häufige Sonnenbrände, vor allem in Kindheit und Jugend, begünstigen später das Entstehen von Hautkrebs.
Wichtig zu wissen ist auch: Weiße Buchseiten beim Lesen in praller Sonne reflektieren das Sonnenlicht, welches sich im Auge bündelt. Langfristige Schäden an Linse und Netzhaut, welche sich erst nach Jahren bemerkbar machen, können die Folge sein. Spätfolgen sind Makula-Degeneration oder Grauer Star. Deshalb ist es wichtig, sich mit einer Sonnenbrille zu schützen.

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0 (from 0 votes)
Sonnenbrand - Schutz - Spätfolgen, 10.0 out of 10 based on 1 rating

Ähnliche Angebote

Comments

Ihr Kommentar

Teilen Sie uns mit, was Sie denken - wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie: Falls Sie eine Anfrage bzgl. einer Bestellung haben, wenden Sie sich bitte direkt an das betreffende Unternehmen.